Streich, Albert

Albert Streich (* 26. Mai 1897 in Brienz BE; † 7. Dezember 1960 in Interlaken BE) war ein Schweizer Mundart-Schriftsteller.

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

Aus einfachen Verhältnissen stammend, arbeitete Albert Streich als Hilfskondukteur, Wald- und Strassenarbeiter, Schnitzler, Inhaber eines Uhrensteinateliers, Hilfspolizist und ab 1949 auf dem Gemeindebüro in Brienz. In seiner Freizeit schrieb er zuerst Sagen, zum Teil in Balladenform, die ihn bekannt machten. 1956 erschien die Geschichte seiner Jugend („Tschuri“) in hochdeutscher Sprache. Seine dichterische Begabung lag in seinen dichten lyrischen Versen in Brienzer Mundart. [1] In den 1940er-Jahren erhielt er für sein künstlerisches Schaffen den Literaturpreis des Kantons Bern und den Literaturpreis der Stadt Bern.

Auszeichnungen

Werke

  • 1938 – Brienzer Sagen, Schlaefli, Interlaken
  • 1944 – Underwägs: Värsa in Brienzer Mundart, Schlaefli, Interlaken
  • 1948 – Feehnn und andri Gschichtleni in Brienzer-Mundart, Francke, Bern
  • 1956 – Tschuri, Gute Schriften, Bern
  • 1958 – Sunnigs und Schattmigs: niww Brienzer Värsa, Francke, Bern
  • 1961 – Der Heiwwäg: Värsa, Brügger, Meiringen
  • 1970 – Gesammelte Werke Albert Streich: Briensertiitsch Väärsa, Band 1, Francke, Bern
  • 1978 – Gesammelte Werke Albert Streich: Brienzer Sagen; Tschuri; Gedichte, mit einer Biographie von Erwin Heimann, Band 3, Francke, Bern
  • 1980 – Gesammelte Werke Albert Streich: Fehnn; Vom Briensersee z Wintersziit; Sunnesiits am Roothooren; Us enem Voortraag, Band 2, Francke, Bern

Literatur

  • Ernst Buri: Beiträge zur Geschichte von Brienz, Gemeindeschreiberei Brienz, 1935-1953
  • Einwohnergemeinde Brienz: Heimatbuch Brienz, Einwohnergemeinde Brienz, Brienz 1999
  • Michael Gehrken: "Chlyne Ma" und grosser Dichter, Mitteilungen der Bubenberg-Gesellschaft Bern, Bern 1999
  • Werner Marti: Wyti in der Engi: vom Brienzer Dichter Albert Streich, Bieler Tagblatt, Biel, 6. November 1997, S. 26
  • Hans Sommer (Hrsg.): Drei Dichter des Berner Oberlandes. Maria Lauber, Fritz Ringgenberg, Albert Streich; Francke, Bern 1971
  • Hans Sommer: Wohi u wohär: Blütenlese aus dem Werk von Hans Sommer (hrsg. von der Bubenberg-Gesellschaft, Bern), Fischer, Münsingen 2000

Einzelnachweise

  1. Schweizer Lexikon, Band 6, Soz-Z, Luzern 1993

Bestände UB Bern

Quellen

Dieser Text entstand auf Grundlage der Freien Enzyklopädie Wikipedia und wurde am 20.02.2011 hier eingestellt. Der Originaltext wurde unter der GNU Free Documentation License und der Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht. (Originalversion in der Wikipedia)