Schibli, Emil

Emil Schibli (* 6.2.1891; † 12.5.1958)

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

"Er wurde am 6. Februar 1891 in Fislisbach (Kanton Aargau) geboren und er sagt von sich selbst, dass seine Jugend von ständiger Armut begleitet war. Um so reicher aber blühte die Phantasie des Knaben, die sich allem Schönen zuwandte. Bereits als 13jähriger verfasste er Gedichte, die in Zeitschriften und Zeitungen erschienen, ohne dass die Redaktoren eine Ahnung von der Jugend des Autors hatten. Auch ein Seeräuberroman - in ein schwarzes Notizbuch geschrieben - entstand in jener Zeit. Das originelle Manuskript ist verloren gegangen, was der Autor heute noch bedauert. Bei der frühbetonten Neigung Schiblis zur Literatur war es gegeben, dass er in die buchhändlerische Lehre trat (bei Rascher in Zürich). Später arbeitete er im Verlag Francke, bis er 1916 das Steuer herumwarf und in das bernische Lehrerseminar eintrat. Was an Schibli immer wieder überrascht, ist die Vielfalt seiner Ausdrucksmöglichkeiten und die Spannweite seines Schaffens. Neben kräftiggestalteten epischen Arbeiten gelingen ihm Gedichte von seltener Feinhait des Empfindens, und mehrfach hat er seine dramatische Begabung unter Beweis gestellt. Schibli ist eine der eigenwilligsten Gestalten unseres Schrifttums, der sich aus eigner Kraft und in immer neuen Auseinandersetzungen mit sich selbst und der Umwelt seinen Weg sucht. Als stärkstes dichterisches Vorbild nennt er Hermann Hesse. Auch er, wie viele literarisch Tätige, liebt es, seine Mussestunden zeichnend und malend zu verbringen." (Quelle: Berner Schrifttum 1925-1950, Francke 1949, S. 145)

Auszeichnungen

Weblinks

Bestände UB Bern