Schenker-Brechbühl, Hanny

Hanny Schenker-Brechbühl (* 16.2.1911 in Lauperswil; † 4.12.2001) Säuglingsschwester, Hausfrau, Mundartschriftstellerin

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Persönlicher Beitrag

Imene chlyne Dörfli vom Ämmital, bin i i der Schmitte vo myne Eltere ufgwachse. E wunderschöni Jugedzyt isch es gsi. My Lehrer isch mit em Dichter Simon Gfeller befründet gsi, u dä isch is de aube us syne Büecher cho vorläse. Scho dennzumal han i dervo troumet: So möchti o einisch wärde! E fromme Wunsch, wo sech wahrhaftig i myne ryfere Jahre het erfüllt. Aber es isch e stotzige Wäg worde, i däm Alter no einisch d Schuelbank müesse drücke, u lehre Mundart schrybe. Im Seminarlehrer Dr. Werner Marti vo Biel, han i e stränge Meischter gfunge. Wie mängisch het er mi ächt i die abglägene Chräche vom Ämmital dirigiert, ga lose, u mer die urwüchsige Wörter hinger d Ohre schrybe. Die zwe Föiflyber goumen i no hüt imene Sparsöili - der Lohn für mys erschte Gschichtli vonere Zytig. Es Pöschteli im Alphorn, der Bylag vom Emmenthaler-Blatt, isch mer dernah zuegseit worde. Bis mer liebi Fründe, d Elisabeth Müller u der Dr. Hans Sommer rate, doch es Buech z verfasse. So isch der "Sami" gebore, vor föifezwänzg Jahr, u syder het er no zwänzg Gschwischterti ubercho. I verdanke der Erfolg myr grosse Läserschaft. O dene Lüt, wo mer schrybe vo ihrem herte Los, won i drus cha schöpfe. Als Schriftstellere ha mer die Ufgab gstellt, em Bärnervolch sy schöni Mundart z pflege u se z erhalte. I däm Sinn, es härzlechs Danke, u bhüet Ech Gott. (ca. 1994)

Weblinks

Bestände UB Bern

Quellen

Dieser Text entstand auf Grundlage der Bibliographie Berner Schriftsteller.