Rubi, Christian

Christian Rubi (* 3.6.1899; † 15.7.1990) Lehrer, Maler und Kerbschnitzer

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

"Er ist ein Landkind, geboren am 3. Juni 1899 in Grindelwald, aufgewachsen in guter, bäuerlicher Tradition als Sohn des Rubi Chrischten am Wuehr, des Landwirts und Zimmermeisters, der noch wie alle älteren Berufsgenossen Häuser baute ohne Zeichnung und Plan. Christian Rubis Hauptinteresse galt von jung an der bernischen, vor allem bäuerlichen Kulturgeschichte. Er erforschte und studierte sie während seiner Seminarzeit in Hofwil-Bern, während seiner Tätigkeit als Lehrer in Bowil im Emmental und in Bern. Jede freie Minute gehörte ihr. Seine ausgedehnten Kenntnisse und sein tiefes Verständnis für alle Fragen bäuerlicher und überhaupt heimatgebundener Kultur fanden Anerkennung und zugehörigen Wirkungskreis, als er in die kantonale Landwirtschaftsdirektion als Adjunkt des Amtes für ländliche Kultur berufen wurde.

Hier können seine Bemühungen zur Wiederbelebung fast verlorenen Kulturempfindens, zur Hebung bodenständiger Schweizerart sich nutzbringend auswirken. Unermüdlich arbeitet er in dieser Richtung aufklärend und schöpferisch anregend gegen Zerfallserscheinungen unserer dörflichen Kultur. In weitesten Kreisen sind seine Lichtbildervorträge, seine geschmacksschulenden Kurse für Zeichnen, Malen, Schnitzen usw. bereits bekannt und geschätzt. Er hält sie für Schulen, für die Lehrerschaft, in Volkshochschulen und wirkt daneben in mannigfaltiger Art an der Arbeit kultureller Vereinigungen mit.

Auch sein ganzes schriftstellerisches Wirken steht unter dem Einfluss der skizzierten, ihm zutiefst am Herzen liegenden Aufgabe. Zusammen mit Dr. Walter Laedrach gibt er die bekannten Heimatsinn weckenden und traditionelle Kultur fördernden 'Berner Heimatbücher' heraus. Gleichen Zielen dient die von ihm 1945 ins Leben gerufene und seitdem herausgegebene Kulturzeitschrift 'Der Hochwächter', in der sich auch viele seiner eigenen richtungsbestimmenden und grundsätzlichen Abhandlungen finden. Er hasst dabei die verderbliche Vielschreiberei und ergreift nur das Wort, wenn es dem erstrebten Gesundheitszustand des Landes irgenwie förderlich sein kann." (Quelle: Berner Schrifttum 1925-1950, Francke 1949, S. 137-138)

Weblinks

Bestände UB Bern

Heimatort: Grindelwald (BE)