Pulver, Max

Max Pulver (* 6. Dezember 1889 in Bern; † 13. Juni 1956 in Zürich) war ein Schweizer Psychologe, Graphologe, Lyriker, Dramatiker und Erzähler.

Leben

Max Pulver wird als der Sohn eines Apothekers in Bern geboren. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums studiert er Geschichte, Psychologie und Philosophie in Strassburg, Leipzig und Freiburg (Breisgau). Pulver promoviert im Jahr 1911 mit der Arbeit Romantische Ironie und romantische Komödie in Freiburg (Breisgau). 1914 bis 1924 lebt Pulver in München. Er macht dort Bekanntschaft mit Rainer Maria Rilke, der ihn fördert. Eine weitere Münchener Bekanntschaft verbindet ihn mit Walter Benjamin, der an seiner Arbeit über die Romantik, an der Graphologie sowie am Werk Franz von Baaders interessiert ist, das Pulver herausgegeben hat. Erfolge als Lyriker und Dramatiker. Erste graphologische Tätigkeiten, u.a. als Gerichtsgraphologe. 1924 Rückkehr in die Schweiz. Dozent der Graphologie und Menschenkunde am Psychologischen Seminar des Instituts für angewandte Psychologie. Pulver verkehrt im Kreis um Carl Gustav Jung. Pulver starb am 13. Juni 1952. Postum erschien 1953 sein Werk Erinnerungen an eine europäische Zeit.

Bekannt wurde Max Pulver als Graphologe mit seinen grundlegenden Werken Intelligenz im Schriftausdruck und Symbolik der Handschrift. Nach frühen literarischen Erfolgen gibt Pulver seine dichterische Tätigkeit in den 1930er Jahren zu Gunsten der Graphologie weitestgehend auf.

Auszeichnungen

  • Preis der Schillerstiftung 1917 und 1946
  • Literaturkredit des Kantons Zürich 1947
  • Vergabung der Stadt Zürich 1948

Werke (Auswahl)

  • Selbstbegegnung (Gedichte), K. Wolff, Leipzig 1916
  • Alexander der Große (Drama), K. Wolff, Leipzig 1917
  • Robert der Teufel (Drama), K. Wolff, Leipzig 1917
  • Odil (Erzählungen), Huber, Frauenfeld 1917
  • Merlin (Versdichtung), Insel-Verlag, Leipzig 1918
  • Christus im Olymp (Drama), Hans Sachs-Verlag, München 1918
  • Igernes Schuld (Drama), Insel-Verlag, Leipzig 1918
  • Neue Gedichte, Orell Füssli, Zürich 1939
  • Menschen kennen und Menschen verstehen, Orell Füssli, Zürich 1940
  • Selbstbesinnung, Orell Füssli, Zürich 1940
  • Selbsterfahrung, Orell Füssli, Zürich 1941
  • Auf Spuren des Menschen, Orell Füssli, Zürich 1942
  • Person, Charakter, Schicksal, Orell Füssli, Zürich 1944
  • Übergang (Gedichte), Orell Füssli, Zürich 1946

Weblinks

Bestände UB Bern

Quellen

Dieser Text entstand auf Grundlage der Freien Enzyklopädie Wikipedia und wurde am 18.08.2011 hier eingestellt. Der Originaltext wurde unter der GNU Free Documentation License und der Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht. (Originalversion in der Wikipedia)