Grob, Stefanie

Stefanie Grob (* 14. Dezember 1975 in Bern)

Leben

"Stefanie Grob hat nach einem Journalistikstudium 2002 für die Bühne zu schreiben begonnen und ist seither hauptsächlich in der freien Szene aktiv. Sie arbeitete u.a. mit der „formation poe:son“, dem „Club 111“ und der Gruppe „kraut produktionen“.

Als Spokenword-Literatin war und ist Grob in der ganzen Deutschschweiz unterwegs. Sie trat zunächst an Poetry Slams auf, war dann zwischen 2005 und 2008 Mitglied der Gruppe „Bern ist überall“ und tourt seither solo oder tritt mit den Ladies von „Tittanic“ auf. Seit 2006 ist Grob regelmässig auf DRS 1 (heute Radio SRF 1) zu hören. Seit Anfang 2009 im Satireformat „Zytlupe“. Auch das Kolumne- und Reportage-Schreiben hat sie nicht ganz aufgegeben. Stefanie Grob lebt und schreibt in Zürich. Vom Kanton Zürich erhielt sie das Berliner Atelierstipendium 2005." (Quelle: Gymnasium Köniz-Lerbermatt, aufgerufen 18.02.2014)

„Mein Urgrossvater war Fabrikarbeiter. Mein Grossvater Privatbriefträger. 1941 kam er als Trainsoldat ins Bergbauerndorf Habkern. Dort mussten die Dorfmädchen die Uniformen der Soldaten waschen, wobei meine Grossmutter in der Brusttasche des jungen Albert Heinrichs eine Bibel fand. Sie verliebte sich augenblicklich in ihn. Vom Kitschgehalt her fast schon ein Fall für SF, das für seine Reduit-Vorabend-Soup mit ganzseitigen „getrennte Liebe – gemeinsamer Kampf“-Inseraten wirbt, auf denen ein scheuer Soldat ein hübschen Bauernmädchen anlächelt, als wäre es damals die Hauptsorge der Nation gewesen, ob sich einer getraut, einer ein Blümchen zu schenken. Für meine Fleischwerdung hingegen war die scheue alpine Anbandlung meiner Grosseltern tatsächlich von zentraler Bedeutung.“ (Aus: Hausausschlag auf Büffelweiden, Der Bund, 3. August 2009)

Auszeichnungen

  • Werkbeiträge von Stadt und Kanton Bern 2004
  • Stipendium der Lydia Eymann Stiftung Langenthal 2006/07

Weblinks

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