Grimm, Samuel Hieronymus

Samuel Hieronymus Grimm (* 18. Januar 1733 in Burgdorf; † 14. April 1794 in London) Schweizer Landschaftsmaler und Dichter.

Leben

Nach seiner Ausbildung als Kaufmann besuchte Samuel Hieronymus Grimm eine Kunstacadémie in Bern, wo er unter Johann Ludwig Aberli studierte. Nach einem Aufenthalt in Frankreich reiste er 1768 nach London. In den folgenden Jahren verdiente Grimm seinen Lebensunterhalt als Zeichenlehrer und reiste oft mit seinen wohlhabenden Schülern durch Grossbritannien – dabei entstanden zahlreiche Skizzen und Zeichnungen

"Maler und Dichter in einem war der Burgdorfer Samuel Hieronymus Grimm (1733 bis 1794), ein Neffe des Malers Johann Grimm (1675 bis 1747). Früh verlor er den Vater. Verständnisvolle Gönner und Berater wie der Maler Johann Ludwig Aberli in Bern (1722 bis 1786) und der Arzt und Philosoph Johann Georg Zimmermann aus Brugg (1728 bis 1795) unterstützten seine Anstrengungen, aus dem ungeliebten kaufmännischen Beruf auszubrechen und eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. (...)

Der Dichter S.H. Grimm (der in späteren Jahren nach London auswanderte und dort starb) steht mit seinem 1762 erschienenen Gedichtbändchen geistig und formal ganz nahe bei seinem grossen Vorbild Albrecht von Haller; bezeichnend, dass 1885 drei Gedichte Grimms sogar als 'ungedruckte Gedichte Hallers' veröffentlicht wurden..." (Hans Sommer: Volk und Dichtung aus der Region Burgdorf, Francke 1973, S. 301-302)

Literatur

  • Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig: Seemann, 1907–1950; Taschenbuchausgabe: München: DTV (1992) ISBN 3-423-05908-7
  • Mary Rotha: Samuel Grimm, London, Faber (1941)
  • Plaideux, Hugues: "Samuel Hieronymus Grimm (1733-1794) : ses oeuvres en Normandie et l'iconographie authentique de l'abbaye de Cherbourg", in Les Anglais en Normandie, Actes du 45e Congrès des Sociétés historiques et archéologiques de Normandie (Saint-Sauveur-le-Vicomte, octobre 2010), vol. 16, 2011, p. 373-384.

Weblinks

  • Hellmut Thomke: "Die hochsprachliche Literatur vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts", Illustrierte Berner Enzyklopädie, Bd. 4: Bern und seine Literatur, Büchler-Verlag 1987, S. 133

Bestände UB Bern

Quellen

Dieser Text entstand auf Grundlage der Freien Enzyklopädie Wikipedia und wurde am 21.11.2011 hier eingestellt. Der Originaltext wurde unter der GNU Free Documentation License und der Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht. (Originalversion in der Wikipedia)