Freuler, Kaspar

Kaspar Freuler (* 29.7.1887; † 6.6.1969)

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

"Was dem quicklebendigen Glarner Kaspar Freuler an körperlicher Länge abgeht, versteht er durch seine Fixigkeit mehr als nur zu ersetzen: stets tätig, stets lebendig, voller sprühender Ideen, stets jung, trotz der über 60 Lenze und Winter, die er bereits durchlaufen hat. Er erblickte am 29. September 1887 in Glarus das Licht der Welt, besuchte dann in diesem heimeligen, von Bergen eingekessselten Städtchen Primar- und Höhere Stadtschule, und es ist anzunehmen, dass schon Eltern und Lehrer viel Freude und auch viel Ärger an und mit dem 'zwaspeligen' Gottesgeschöpf hatten. Er studierte danach im Evangelischen Seminar in Zürich offiziell Pädagogik und Tugend, inoffiziell aber und nicht minder eifrig die angewandte und oft auch abgewandelte Praxis davon im Theater. Als Lehrer wirkte er zuerst in Landgemeinden (z.B. drei Jahre in Hagenbuch), seit 1911 aber in Glarus.

Die Lehttätigkeit allein vermochte seinem Schaffensdrang natürlich nicht zu genügen, und so wurde er im Nebenamte Redaktor des 'Fremdenblattes für Glarnerland und Walensee' und betätigte sich im Tierschutzverein, dessen Kantonalpräsident er ist. Ausserdem schloss er die Bühnenschriftsteller für das Volkstheater in eine Vereinigung zusammen, mit dem Zwecke, ihnen zu den oft vorenthaltenen Tantièmen zu verhelfen. (...)

Wenn auch sein Wirkungsfeld weit ab von den grossen Städten liegt, verbinden ihn mit diesen doch mancherlei feste und stetige geistige Stricke: mit Zürich die alte Studienzeit, Menschen und Literatur, mit Bern die Bewunderung der kraftvollen Schönheit dieser Stadt und die Achtung vor ihrem eigenwilligen, reichen Schrifttum.

Für Preisgewinnungen, meint Freuler in seiner liebenswürdig-sarkastischen Art, wohne er viel zu weit weg von den Ausgabestellen, da reiche es höchstens zu solchen aus Wettbewerben von Wochenschriften, vom 'Nelbelspalter' oder von Autorevuen - auch sei noch kein Denkmalentwurf in Sicht, was er aber gar nicht bedaure - und was wir ihm aufs Wort glauben!" (Quelle: Berner Schrifttum 1925-1950, Francke 1949, S. 49-51)

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