Fasnacht, Robert

Robert Fasnacht (* 20.08.1920 in Murten)

Leben

„Robert Fasnacht wurde am 20. August 1920 in Murten geboren. Er besuchte dort auch die Primar- und Sekundarschule. Im Gärtnereibetrieb seines Vaters erlernte er jenen Beruf, der ihm später quasi zur Berufung wurde und von dem nicht wenige seiner Gedichte zeugen. Durch seine Mutter wurde ihm der Sinn für kulturelle Werte vermittelt.

Im Zweiten Weltkrieg tat der Grenadier in mehr als 700 Tagen Aktivdienst aus Überzeugung, seine Pflicht gegenüber dem Vaterland zu erfüllen. Es folgten Jahre der Weiterbildung, schliesslich die Übersiedlung in den Kanton Zürich, Ehe und Vaterschaft. Es ist dies das kulturelle und geographische Umfeld, das Robert Fasnacht geprägt hat. Die Sorge um seine Familie leitete ihn stets. Auch in jenen dreissig Jahren, wo er bei der Swissair angestellt war, half er seinen vielen Bekannten oft und gerne aus, indem er sich als Landschaftsgärtner zu Verfügung stellte. Das tat er aus Liebe zu Bäumen, Blumen und Sträuchern, aus Verbundenheit mit Heimat und Scholle – und aus Freude zu helfen.

Doch Robert Fasnacht fand bei allem ‚Wärche und Erläbe‘ Zeit und Musse zum Denken, Reflektieren, Fühlen – und Schreiben. (…) Es genügte der Anlass eines Kurzgeschichten-Wettbewerbs, der ihn dazu brachte, das Erlebte, Geschaute, Gedachte zu Papier zu bringen.

Hier wie dort lässt er die Murtener Mundart erklingen und der Leser ist oftmals froh, wenn ihm Wörter wie schtrubuusse oder ebha erklärt werden. Man merkt auf Schritt und Tritt, wie wohl sichder Schreiber in seinem Heimatdialekt fühlt." (Quelle: Ruedi Zuppinger, 7 Seebutz 2001, S. 97-99)

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