Etter, Philipp

Philipp Etter (* 21. Dezember 1891 in Menzingen (ZG); † 23. Dezember 1977 in Bern) war ein Schweizer Politiker und Mitglied der Katholisch-Konservativen Partei (heute CVP).

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

Der studierte Jurist besass ein Anwaltspatent für den Kanton Schwyz. Von 1918 bis 1922 war er im Zuger Kantonsrat und von 1922 bis 1928 im Regierungsrat, bis 1927 als kantonaler Erziehungs- und Militärdirektor und anschliessend als Landammann. Von 1930 bis 1934 bekleidete er einen Sitz im Ständerat.

Bereits 1933, nach der Machtergreifung Hitlers, warb er in dem neunteiligen Essay «Die vaterländische Erneuerung und wir» u. a. für die katholisch-korporatistische Politik in Österreich, die einen diktatorischen Anstrich aufwies. Seine im Namen der Neutralitätspolitik unterlassene Verurteilung bekanntwerdender Greueltaten der Nazis blieb zeitlebens kontrovers.

Am 28. März 1934 wurde Etter in den Bundesrat gewählt und war nach seiner Rücktrittserklärung am 19. November bis zum Jahresende 1959 dort Mitglied. Er übernahm das Departement des Innern, welches während seiner 25-jährigen Amtszeit durch den Ausbau des Sozialstaates an Bedeutung gewann.

In den Jahren 1939, 1942, 1947 und 1953 war Philipp Etter Bundespräsident und in den Jahren 1938, 1941, 1946 und 1952 Vizepräsident.

Etter ruht auf dem Berner Bremgartenfriedhof.

Weblinks

Bestände UB Bern

Quellen

Dieser Text entstand auf Grundlage der Freien Enzyklopädie Wikipedia und wurde am 20.02.2011 hier eingestellt. Der Originaltext wurde unter der GNU Free Documentation License und der Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht. (Originalversion in der Wikipedia)