Burkhalter, Gertrud

Gertrud Burkhalter (* 9.1.1911; † 2000) Bibliothekarin

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Persönlicher Beitrag

Folgende Bezeichnungen wurden mir in früher Kindheit von meiner Verwandschaft zuteil: "Strupf" = Verbot übertreten; war zu selbständig. "Göixnäsi" = Etwas gesagt, das man nicht sagt. War kritisch. "Tschudi" = Heimlicher Stolz auf das Kind. "Muus" = Daraus kam mir Zärtlichkeit entgegen. "Pfuri" = Halb Zustimmung, halb Ablehnung mir gegenüber. "Chröttli" = Aha. Begabung!?. "Gwungernase" = Also interessiert (was sich später als positiv erwiesen hat). "Stumpe" = Anspielung auf die Kind-Grösse, -Kürze. "Meitschibendli" und "Zwirbu" = Meine Lebhaftigkeit. "Oh Ching!" = Bewunderung für die echte Naivität, die dem Kind noch eigen ist. Ich hoffe, dass im Laufe meines Lebens die richtige Mischung daraus geworden ist; dass aber die "Maus" (lieben und geliebt werden) immer noch überwiegt. (ca. 1994)

Leben

"Die in Biel geborenen und in Pieterlen aufgewachsene Gertrud Burkhalter ist heute leider fast vergessen, obwohl ihre Gedichte zu den besten der Deutschschweizer Mundartliteratur zählen. (...)

Erst 1980 - Gertrud Burkhalter war bereits 69-jährig und längst im Ruhestand - fand sie den Mut, ihr in jahrelanger Arbeit entstandenes Lyrik-Manuskript dem Wyss Verlag in Bern zu schicken, der es noch im selben Jahr veröffentlichte, was ihr wie ein Wunder vorkam." (Quelle: Barbara Traber in Orte 132, 2003, S. 53-55)

Auszeichnugen (Auswahl)

  • Ehrengabe des Kantons Zürich 1964
  • Literaturpreis der Schweizerischen Schillerstiftung 1981
  • Buchpreis des Kantons Bern 1982

Weblinks

Bestände UB Bern