Ebersold, Fritz

Fritz Ebersold, auch Friedrich Ebersold (* 11. März 1851 in Saanen; † 11. Juni 1923 in Zürich)

Leben

"Die bernische Literaturgeschichte kennt Fritz Ebersold als Verfasser von Mundart-Lustspielen: Ds Puntenööri, E Radikalkur, Wie Christen eine Frau gewinnt, alle zwischen 1900 und 1910 erschienen. In Zürich, wo Ebersold als Redaktor wirkte, kamen 1901 Heitere Geschichten heraus; einzelne nehmen auf seine Berufsarbeit Bezug (Ein recht vergnügter Tag), andere greifen Oberlandmotive auf (Geissi-Josis, des Grossratskandidaten kritischer Tag).

Den Saanern wird Ebersolds lustiges Gedicht Die Saanengeiss im Berliner zoologischen Garten bekannt sein; es wurde 1919 neu aufgelegt:

I armi wiissi Saanemutte,
Was bin iech für ne Unglückshutte!
Was bin iech für ne arma Tropf! Es wollt mer naua nit i Chopf,
Dass anstatt ussna chöne z grase,
Iech hie z`Berlin söll Trüebsal blase;
Der ganz Tag muess i ids Leera ggaffe
Ben Elephanten u Giraffe.
Wie schön ischt z Saane obna gsii;
Bald si wer obsig, bald embrii
De guete, linde Chrütere naa,
Muh et nus facht nit möge bhaa! (...)"

(Quelle: Sommer, Hans: Volk und Dichtung des Berner Oberlandes, 1976, S. 340)

Zusammen mit J.J. Romang gilt Fritz Ebersold als Vertreter der ursprünglichen Saanen-Mundart.

Weblinks

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