Hofer, Polo

Polo Hofer (* 6. März 1945 als Urs Hofer in Interlaken im Berner Oberland; † 22. Juli 2017 in Oberhofen am Thunersee) ist ein Schweizer Mundartrock-Sänger.

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein BSV.

Persönliches

Polo Hofer ist verheiratet mit der Künstlerin Alice Hofer und wohnt in Oberhofen am Thunersee. Den Namen „Polo“ erhielt er als Pfadfinder von Hugo Ramseyer, dem Gründer des Zytglogge Verlags, weil Polos Eltern im „Maison Hofer“-Modegeschäft in Interlaken bereits Polohemden anboten, was damals etwas Neues war.

Leben

Polo Hofer trug in den 1970er- und 1980er-Jahren im Zuge einer Schweizer Mundartwelle wesentlich zur Popularisierung schweizerdeutsch gesungener Rock- und Popmusik bei.

Er ist auch Perkussionist, Maler, Dichter, Veranstalter und Schauspieler. Er verfasste mit Der Rock, der Roll & überhaupt einen Gedichtband und spielte Hauptrollen in den Filmen Das Schweigen der Männer und Die Vogelpredigt von Clemens Klopfenstein sowie die Rolle des Herrn Aschwanden in Die Nagelprobe von Luke Gasser. Ausserdem setzt er sich für die Legalisierung des Cannabiskonsums in der Schweiz ein. Seit 16. März 2008 gestaltet er jeden Sonntag von 21 bis 22 Uhr auf DRS 3 eine eigene Radiosendung (Pop, Perlen und Polo), in welcher er seine Lieblingsmusik vorstellt.

Im Herbst 2009 ist das Polo Hofer-Songbook Vol. II mit den beliebtesten Liedern (plus Noten und Gitarrengriffen) und 2010 zu seinem 65. Geburtstag Das alles u no vil meh mit sämtlichen Liedertexten erschienen.

Literatur

  • Walter Haas: Zeitgenössische Mundartliteratur der deutschen Schweiz. Ein theoretischer und geschichtlicher Überblick. In: Michigan Germanic Studies 6 (1980), S. 58–119
  • Thomas Küng: Rhythmus & Rausch. Polo Hofers langer Weg. Bugra Suisse, Bern 1988
  • POLO. Eine Oral History von Samuel Mumenthaler. Mit 140 Fotos und bis dato vollständiger Diskografie. Editions Plus Sàrl, Zürich 2005, ISBN 3-909676-16-2
  • Samuel Mumenthaler: 50 Jahre Berner Rock. Vorwort von Polo Hofer. Zytglogge, Oberhofen 2009, ISBN 978-3-7296-0796-5

Weblinks

Bestände UB Bern

Quelle

Dieser Text entstand auf Grundlage der Freien Enzyklopädie Wikipedia und wurde am 20.02.2011 hier eingestellt. Der Originaltext wurde unter der GNU Free Documentation License und der Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht. (Originalversion in der Wikipedia)