Graber, Frank Alfred

Frank Alfred Graber (* 26.3.1899; † 19.4.1960)

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

"In Reichenbach gibt es ein Kupferschmiedhöflein. Dort erblickte am 16. März 1899 Frank Alfred Graber das Licht der Welt. Sein Heimatort ist Sigriswil. Seine Vorfahren väterlicherseits waren Schmiede und Bauunternehmer, die mütterlicherseits Sennen, Notare, kleine Poeten. Er führt die beiderseitige Erbschaft weiter, ist heute Bauunternehmer und Poet dazu. Graber besuchte die Sekundarschule, kam danach ins Welschland, bildete sich durch Bücher weiter und als Hörer an Universitäten, und hauptsächlich unter der Fuchtel des besten Lehrmeisters: das Leben selber. Seit Jahren lebt er nun als Tiefbauunternehmer, Landwirt und Schriftsteller in Reichenbach im Kandertal.

Schon als Unterschüler dichtete er und versetzte dadurch seine Grossmutter in panische Angst, Sie sah diese Art der Betätigung anormal und verderblich an und empfahl der Mutter des Buben allen Ernstes, sie möchte doch mit ihm zum Doktor gehen oder ihm dann wenigstens blauen Lehm mit Essig um den Kopf legen. Die Mutter lachte nur und befolgte den besorgten Rat nicht - und so, meint Graber, sei ihm halt eben das Dichten geblieben. Heute braucht er es als Waffe gegen die Nöte der Zeit und für eine sonnigere Zukunft. Diese zu erschaffen, erkennt er, ist eine Rückkehr zum einfachen Leben nötig. (...) In der kärglichen Freizeit liebt er es, Wanderungen zu unternehmen. Er freut sich an der Landschaft, an Pflanzen, Tieren, Kindern und dem abendlichen Handorgelspiel auf einsamen, verträumten Höfen.

Freundschaftlich verbunden war oder ist Graber mit Rudolf von Tavel, Simon Gfeller, Alfred Huggenberger, Hugo Marti, dem Kunstmaler Paolo, Lee van Dovski und Karl Josef Keller, Heidelberg-" (Quelle: Berner Schrifttum 1925-1950, Francke 1949, S. 62-63)

Auszeichnungen

Bestände UB Bern