Flückiger, Walter

Walter Flückiger (* 8. Oktober 1874 in Oschwand BE; † 2. April 1928 ebenda)

Leben

"Walter Flückiger kam im Schulhaus Oschwand als 8. Kind des Lehrers Ulrich Flückiger und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Born, zur Welt. Im Kreise seiner älteren Geschwister, vier Schwestern und drei Brüder, verbrachte der aufgeweckte Junge eine frohe und sorgenfreie Jugendzeit. Nach Schulaustritt wurde er Postbeamter und durchlief mehrere Stationen dieser Ausbildung. Als Bahnpostbeamter befuhr er verschiedene Strecken des SBB-Bahnnetzes. Später wurde er von der Oberpostdirektion nach Basel versetzt. Nach seiner Rückkehr in den Oberaargau wurde er Bürochef im Postamt Langenthal.

Schon von jeher hatte Walter Flückiger eine dichterische Ader, die er wohl von seinem Vater ererbt haben musste, der unzählige Reime für Glückwünsche, Familien- und Vereinsanlässe verfasste.
Die Arbeit in den kalten Posträumen und der Zugluft ausgesetzten Bahnpostwagen zehrte an der Gesundheit Walter Flückigers. Er litt unter der damals kaum bekämpften Tuberkulose und musste seinen Beruf aufgeben. Zeitweise unterstützte er seine Schwester Frieda, die als Posthalterin und Briefträgerin in Oschwand gewählt worden war.
In dieser Zeit schrieb Walter Flückiger viele Gedichte und etliche Anekdoten. 1923 erschien sein Gedichtband Im Bärnbiet.
Walter Flückiger starb am 2. April 1928 in Oschwand. Dort wurde seine Urne auf dem elterlichen Grab beigesetzt." (Walter Ischi, Neffe, alt Posthalter, Lokalchronist, 01.11.2016)

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