Bloesch, Hans

Aus Literapedia Bern

Hans Bloesch (* 26. Dezember 1878 in Bern; † 28. April 1945) Korrespondent, Redaktor, Bibliothekar an die Stadt- und Hochschulbibliothek Bern

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

"Am 26. Dezember 1878 wurde Hans Bloesch (Burger von Bern, Bürger von Biel und Burgdorf) in Bern geboren, wo sein Vater Oberbibliothekar der Stadtbibliothek war. Er besuchte das städtische Gymnasium zusammen mit Volkmar Andreae, Paul Klee, Hermann Haller und Maria Waser, studierte dann an der Berner Universität Deutsch, Geschichte und Philosophie, betätitgte sich um 1900 ein Jahr als Privatsekretär und Bibliothekar bei Adrien Dollfuss in Paris, doktorierte 1902 in Bern. Bis 1905 betreute er die Redaktion des 'Berner Fremdenblatt', lehrte von 1906 bis 1908 an der deutschen Schule in Rom, betätigte sich gleichzeitig als Korrespondent verschiedener deutscher und schweizerischer Zeitungen ('Frankfurter Zeitung', 'Der Bund' u.a.). Nach seiner Heirat mit der Violinkünstlerin Adele Stöcker aus Köln siedelte er wieder nach Bern über, redigierte von 1910 bis 1913 'Die Alpen', von 1913 bis 1914 'Die schweizerische Baukunst', von 1915-1919 'Das Werk'. Auch andere Blätter erfreuten sich seiner regen Mitarbeit, z.B.: 'Schweizerische Musikzeitung', 'Schweizerischer Büchermarkt', 'Berner Landeszeitung'. 1919 wurde er als Bibliothekar an die Stadt- und Hochschulbibliothek gewählt. Ab 1927 bis Februar 1945 amtete er dort als Oberbibliothekar. Wenig später, am 28. April 1945, starb er.

Im Elternhaus verkehrten Otto von Greyerz und J.V. Widmann und gewannen Einfluss auf das Werden des jungen Menschen, namentlich der letzte, 'der', wie Hans Bloesch selbst sagte, 'von frühester Kindheit an wie ein leuchtendes Vorbild vor meinen Augen stand'. In der Schule beeinflusste ihn am stärksten Rektor Dr. Georg Finsler (Antike!), an der Universität übten Prof. Oskar Walzel (deutsche Literatur), Ludwig Stein und Frl. Prof. Anna Tumarkin (Philosophie), Gustav Tobler (Schweizer Geschichte) und Karl Prächter (Archäologie) starke Wirkungen auf sein geistiges Reifen aus. Durch das Beispiel und die Persönlichkeit J.V. Widmanns zum Journalismus hingezogen, behielt sein Stil immer etwas journalistisch Leichtes, trotz ernster wissenschaftlicher Arbeit manchmal oberflächlich Scheinendes. (...).

Er war eines der ersten Mitglieder des Schweizerischen Schriftstellervereins, trat dann aber aus, weil dieser - nach seiner Meinung - zu sehr 'Gewerkschaft' wurde. In der schweizerischen Bibliophilen Gesellschaft, die er mitbegründete, wirkte er von Anfang im Vorstande mit und gab auch verschiedene ihrer Publikationen heraus. Lange Jahre war er Präsident der Guten Schriften Bern, gehörte auch als Mitglied an: der Numismatischen Gesellschaft, dem Historischen Verein des Kantons Bern, der Literarischen Gesellschaft, der Stiftung Schloss Spiez und der Vereinigung schweizerischer Bibliothekare." (Quelle: Berner Schrifttum 1925-1950, Francke 1949, 29-30 S.)

Weblinks

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