Bärfuss, Lukas: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach neun Jahren Primarschule verliess er die Schule und arbeitete unter anderem als Tabakbauer, Eisenleger und Gärtner.<!--<ref>[http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/theater/Der-Intellektuelle-der-nicht-in-der-Sek-war/story/15544355 ''Der Intellektuelle, der nicht in der Sek war'', tagesanzeiger.ch, abgerufen am 4. Mai 2010.]</ref> Link ist leider tot, keine archivierten Versionen aufzufinden; Stand 20.5.2010--> Später übernahm er eine Buchhandlung und absolvierte eine Ausbildung als Buchhändler, bevor er 1997 begann, als freier Schriftsteller zu arbeiten. Heute lebt und arbeitet er in Zürich.
 
Nach neun Jahren Primarschule verliess er die Schule und arbeitete unter anderem als Tabakbauer, Eisenleger und Gärtner.<!--<ref>[http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/theater/Der-Intellektuelle-der-nicht-in-der-Sek-war/story/15544355 ''Der Intellektuelle, der nicht in der Sek war'', tagesanzeiger.ch, abgerufen am 4. Mai 2010.]</ref> Link ist leider tot, keine archivierten Versionen aufzufinden; Stand 20.5.2010--> Später übernahm er eine Buchhandlung und absolvierte eine Ausbildung als Buchhändler, bevor er 1997 begann, als freier Schriftsteller zu arbeiten. Heute lebt und arbeitet er in Zürich.
  
Bärfuss war Mitgründer der Theatergruppe ''400asa''. Für diese schrieb er mehrere Stücke, etwa  die Groteske ''Meienbergs Tod'' über den Journalisten [[Niklaus Meienberg]], mit der er im Jahr 2000 bekannt wurde. Weiterhin feierte das Schauspiel ''Die sexuellen Neurosen unserer Eltern'', geschrieben für das Theater Basel, Erfolge und wurde bis 2005 in 12 Sprachen übersetzt.<ref>[http://www.nzz.ch/2005/06/20/fe/articleCV4WB.html Lukas Bärfuss: Erfahrungen haltbar machen, Neue Zürcher Zeitung, 20. Juni 2005]</ref>
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Bärfuss war Mitgründer der Theatergruppe ''400asa''. Für diese schrieb er mehrere Stücke, etwa  die Groteske ''Meienbergs Tod'' über den Journalisten Niklaus Meienberg, mit der er im Jahr 2000 bekannt wurde. Weiterhin feierte das Schauspiel ''Die sexuellen Neurosen unserer Eltern'', geschrieben für das Theater Basel, Erfolge und wurde bis 2005 in 12 Sprachen übersetzt.<ref>[http://www.nzz.ch/2005/06/20/fe/articleCV4WB.html Lukas Bärfuss: Erfahrungen haltbar machen, Neue Zürcher Zeitung, 20. Juni 2005]</ref>
  
 
''Die toten Männer'' (2002) war Bärfuss’ Prosa-Debüt.   
 
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Version vom 10. März 2011, 11:23 Uhr

Fetter Text

Lukas Bärfuss 2010 in Schweden.

Lukas Bärfuss (* 30. Dezember 1971 in Thun) ist ein Schweizer Autor.

Leben und Werk

Nach neun Jahren Primarschule verliess er die Schule und arbeitete unter anderem als Tabakbauer, Eisenleger und Gärtner. Später übernahm er eine Buchhandlung und absolvierte eine Ausbildung als Buchhändler, bevor er 1997 begann, als freier Schriftsteller zu arbeiten. Heute lebt und arbeitet er in Zürich.

Bärfuss war Mitgründer der Theatergruppe 400asa. Für diese schrieb er mehrere Stücke, etwa die Groteske Meienbergs Tod über den Journalisten Niklaus Meienberg, mit der er im Jahr 2000 bekannt wurde. Weiterhin feierte das Schauspiel Die sexuellen Neurosen unserer Eltern, geschrieben für das Theater Basel, Erfolge und wurde bis 2005 in 12 Sprachen übersetzt.[1]

Die toten Männer (2002) war Bärfuss’ Prosa-Debüt. 2008 erschien sein erster Roman Hundert Tage, der sich mit dem Völkermord in Ruanda und der Rolle der Entwicklungshilfe befasst.[2][3]

2009 hatte sein Drama „Öl“ über die Abhängigkeit von dem wichtigsten Rohstoff des Industriezeitalters Premiere.[4]

In 2010 wurde sein Theaterstück „Malaga“, inszeniert von Barbara Frey, am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. [5] Das Stück ist ein Geschichte über Schuld, Schicksal, Verantwortung und die Frage in wie weit Verantwortung teilbar ist.

Bärfuss arbeitet u. a. mit dem Schauspielhaus Bochum, dem Thalia Theater Hamburg und dem Deutschen Theater Berlin zusammen.

Werke

  • Die toten Männer. Novelle, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-12306-8
  • Meienbergs Tod – Die sexuellen Neurosen unserer Eltern – Der Bus. Stücke, Wallstein Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-904-X
  • Alices Reise in die Schweiz / Die Probe / Amygdala. Stücke, Wallstein Verlag, Göttingen 2007, ISBN 3-8353-0164-0
  • Hundert Tage. Roman, Wallstein Verlag, Göttingen 2008, ISBN 978-3-8353-0271-6
  • Öl. Ein Stück, Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0534-2
  • Malaga. Auftragswerk, Hartmann & Stauffacher Verlag, Köln 2010

Auszeichnungen

  • 2003 Nachwuchsautor des Jahres der Zeitschrift Theater heute für Die sexuellen Neurosen unserer Eltern
  • 2005 Mülheimer Dramatikerpreis für Der Bus
  • 2007 Spycher: Literaturpreis Leuk
  • 2008 Longlist zum Deutschen Buchpreis mit Hundert Tage
  • 2008 Mara-Cassens-Preis für Hundert Tage
  • 2008 Anna-Seghers-Preis gemeinsam mit Alejandra Costamagna
  • 2009 Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung für Hundert Tage[6]
  • 2009 Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (Sonderpreis) für Hundert Tage
  • 2010 Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster; Verleihung im März 2010 in Neumünster

Literatur

  • Ingo Schulze: Nach der Flut. Laudatio zur Verleihung des Anna-Seghers-Preises an Lukas Bärfuss. In: Sinn und Form [1], S. 413-419

Weblinks

Weblinks UB Bern

Nachweise


Dieser Text entstand auf Grundlage der Freien Enzyklopädie Wikipedia und wurde am 20.02.2011 hier eingestellt. Der Originaltext wurde unter der GNU Free Documentation License und der Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht. (Originalversion in der Wikipedia)